Das Zugunglück von Eschede | Die Narbe | NDR Doku

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Eschede: Ein ICE-Zug entgleist auf der Strecke Hannover-Hamburg und prallt gegen einen Betonpfeiler. 101 Menschen sterben. Welche Spuren hat die Katastrophe von Eschede im Juni 1998 hinterlassen?

Mehrere Monate lang haben die Filmemacher*innen vier Menschen begleitet, deren Leben durch das Unglück verändert wurde. Die Angehörige Annette Angermann, die ihren Bruder verloren hat. Den Feuerwehrmann Michael Besoke aus Eschede. Und die Deutsche-Bahn-Chefs von damals: Johannes Ludewig und seinen Nachfolger Hartmut Mehdorn. Beide haben damals keinerlei Schuld ihres Unternehmens eingeräumt.

Zum ersten Mal überhaupt äußert sich nun Hartmut Mehdorn zu seinem Umgang mit der Katastrophe. Offen sprechen alle vier über den Umgang mit Trauer und Wut, und die Frage, was man aus einer solchen Katastrophe lernen kann.

Ein Film von Inga Mathwig und Hans Jakob Rausch.

In einem Studiogespräch spricht Anja Reschke mit der ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschlands, Margot Käßmann. https://youtu.be/lipeFNQsAXY

Alle Folgen, alle Infos: https://www.ndr.de/dienarbe

Die Narbe als Audio-Podcast: https://www.ndr.de/fernsehen/podcast4898.html

#eschede #bahn #ndr

Ragnar Łostbrok says:

Übelst unsympathisch die Hinterbliebenen, vor allem diese Frau. Dass die in ihrer Trauer auch noch irgendwelche zwanghaften und voreiligen Schuldzuweisungen machen müssen und teilweise noch mit unterschwelligen Anschuldigungen des vorsatzes wie diese Frau in der Doku um sich werfen müssen. Ich bin sicher, dad hätten die Toten nicht so gewollt. Mit diesen Hinterbliebenen habe ich auch kein Mitleid mehr. Klar, in der Trauer verfällt man in Wut, doch jeder klar denkende, emphatische Mensch findet wieder zu milde im Urteil zurück oder besinnt sich auf christliche Werte. Gerade trauernde sollten in der Bestrafung ohnehin schon vielleicht nicht einmal unbedingt gerechtgertigt durch selbstvorwürfe geplagte Menschen nicht ihre Satisfaktion finden. Verstehen die eigentlich, dass es jedem einzelnen von denen passieren kann, von einem Tag auf den nächsten mit schuld und selbstvorwürfen leben zu müssen? Die allermeisten fahren Auto, und allen, jedem einzelnen können fehler passieren, die Menschenleben kosten können. Und selbst wenn die Fehler nicht bei einem selber lagen, wenn zum Beispiel die Technik versagt hat, so neigt der Mensch doch dazu, sich selber Vorwürfe zu machen, allein weil er sich in die Verantwortungsposition begeben hat.. "wäre ich heute nicht in das Auto gestiegen, dann würde die Familie in dem anderen Auto vielleicht noch leben.."

Insofern muss ich mich hinter mehdorn stellen und bin froh, dass er, zumindest scheinbar, stark genug ist, sich nicht unterkriegen zu lassen. Er zeigt Haltung und Prinzipien. Wenn sich in verantwortungsposition befinden bedeutet, im Falle eines falles für die blanke, schonunhsgslose wut und rachsucht der geschädigten herhalten zu müssen, dann respektiere ich alle, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Ob Autofahrer, Ärzte oder eben bahnchefs. Trauernde Angehörige erheben sich nicht automatisch zu den bestimmern des moralischen Maßstabs oder zu den alleininhabern der empathie, nur weil sie geschädigt sind. Doch Scheint mir, dass es viele Menschen, auch hier im kommentarbereich so sehen, dass Mitleid jegliche geistige Klarheit vernebeln sollte.

Also überlegt nochmal, welche Partei hier unempathisch handelt

RatorLP says:

Mehdorn konnte ich schon vorher nicht ausstehen, er hat die Bahn komplett kaputt gespart.

cutterfly01 says:

Schöne Dokumentation, qualitativ hervorragende Aufarbeitung und vor allem eine Perspektive, die interessierte Zuschauer auch anspricht.
Das sage ich als Geschichtsstudent, großes Lob.

RC Sascha says:

Die Leute die vor Ort waren tuhen mir sehr leid solche Bilder kann man nicht vergessen

RC Sascha says:

Und der schuldige ist der ingenieur der die Räder im Auftrag gegeben hat es hätte getestet werden müssen es gibt für allen Müll ein TÜV Sigel etc aber für sowas was das wichtigste mit unter am Zug ist wird misachtet Hauptsache das Geld fließt so war es doch schon immer

pewpew pew says:

Das verlinkte Video am Ende ist aber was über Stahlkocher und nicht über Margot Käßmann.

Freiheit für Kurdistan says:

Ich erinnere mich an diesem Tag, das habe ich nach der Schule im Fernsehen gesehen

stormnr2 says:

"Im Ende ist halt 'ne Katastrophe, 'ne Katastrophe. Das können wir nicht wieder gut machen und damit müssen wir leben."
Wie wäre es mal mit Verantwortung übernehmen? Die Kosten der Angehörigen tragen und sich für dieses Unglück entschuldigen und es nicht als irgendeine Katastrophe abtun als wäre es ein Erdbeben, Hochwasser oder starker Wind gewesen für das niemand was kann?
Wenn die Bahnstrecke Marode ist, ist doch auch klar wer dafür die Verantwortung tragen muss.

Lissi A. says:

Ein sehr berührender Beitrag!
Aber warum wurden in dieser Doku keine Überlebenden mit einbezogen?

Delta Flaki says:

ein bisschen stellt sich mir die frage warum es immer einen schuldigen geben muss? natürlich sehr traurig was dort passiert ist, aber wir sind alle nur Menschen und unglücke können immer passieren.
Eine entschuldigung für dieses unglück wäre auf jedenfall fällig gewesen.

Anne Lehmann says:

Es tut mir sehr leid, dass so viele Menschen einen solcher Verlust ertragen müssen, ich wünsche ihnen von Herzen alles Gute!

Buttertuch says:

Wenn mann nicht über die Toten spricht sterben sie 2mal …

LosAndos says:

so hart mehdorn auch klingt, ganz unrecht hat er in meinen augen nicht. es war ein technisches versagen, das beschädigte bereifte rad wurde bei der überprüfung nicht als solches erkannt. sich dafür entschuldigen würde auch heißen, die gesamte schuld auf sich zu nehmen. das ist bei einer katastrophe in diesem ausmaß ein ganz, ganz harter brocken. trotzdem verurteile ich seinen empathielosen umgang mit diesem unglück, hier wäre mehr bei weitem feinfühligkeit erforderlich gewesen. gut dass er mittlerweile ersetzt wurde, aber wie gesagt, er hat nicht völlig unrecht. mein beileid bei allen angehörigen der opfer und natürlich den einsatzkräften, welche ebenfalls bis heute noch darunter leiden.

SuviCalamity says:

Lieber Herr Mehdorn: das waren keine "Einzelschicksale" wie Sie es beschreiben, das waren 101 Menschen, die ihr Leben gelassen haben plus unzählige Verletzte/Unverletzte und deren Angehörige. Das ist keine kleine Zahl, wie Sie es sich vllt gern zurecht reden. Ihr Unternehmen hat versagt und tausende Menschen damit nachhaltig beeinflusst. Egal ob Sie selbst diese Entscheidung getroffen haben oder ihre Mitarbeiter – es sind 101 Menschen tot und unzählige für immer traumatisiert. Dafür haben Sie Verantwortung zu übernehmen. Vllt nicht unbedingt juristisch ABER moralisch!

Enno says:

15 Jahre hat es gedauert bis einer kam und sich entschuldigt das ist DB
Traurig sowas

Charles maker says:

Unfassbar dass die Verantwortlichen nie zur Rechenschaft gezogen worden. Da schieben sich alle gegenseitig den schwarzen Peter zu. Niemand will plötzlich für sowas verantwortlich sein. Aber die Ursache wurde ja festgehalten. Ich vermute mal dass man nicht sauber gearbeitet hat. Und das wissen die Leute von der Bahn. Der letzte Bahnchef der sich entschuldigt hat, der verdient man größten Respekt. Und mein Beileid natürlich an alle Angehörige

Jana Beister says:

Ich wohne in Eschede 🙂

Fuchs030 says:

Sorry aber Mehdorn hat absolut Recht

Rob says:

Das zeigt wie asozial das Verhalten der Bahn ist. Die können nie was dafür, richtig widerlich. Winden sich raus wie ein Aal. War doch bei anderen Bahnunfällen auch so

мαzє. says:

Und dann gibt es Menschen die sich übers Tragen einer Maske oder andere Kleinigkeiten aufregen… Man sollte einfach mal genießen dass man selber und seine liebsten am Leben sind und das auch wertschätzen. Es kann immer irgendwann mal ein Unglück passieren und dann bereut man es sich über so Kleinigkeiten aufgeregt zu haben anstatt sich einfach über die schönen oftmals nicht selbstverständlich kleinen Dinge im Leben zu freuen. Man weiß nie wann es zu spät ist jemanden zu sagen wie lieb man ihn hat und wenn es dann zu spät is bereut man es umso mehr.